- USA
Ein anderes Verstaendnis von Buergerrechten
In 22 Bundesstaaten gibt es seit Monaten keinerlei Corona-Massnahmen mehr
Michael Hauke
 | | Bild: Veronika Szeppanos auf Pixabay / scienzz
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Mit der Entscheidung, sämtliche Maßnahmen aufzuheben, erntete er im
vergangenen Jahr viel Skepsis. Es wurde ihm eine unverantwortliche
Politik vorgeworfen, die Zehntausende Corona-Tote nach sich ziehen
würde. Es wurde allerdings sehr schnell sichtbar, dass sich die Zahlen
nicht anders entwickelten, teilweise sogar besser, als in den
Bundesstaaten, die weiterhin sehr restriktive Maßnahmen vollzogen. Bei
den Todeszahlen liegt Florida übrigens inzwischen deutlich unter dem
USA-weiten Schnitt.
Texas folgte dem Beispiel Floridas als nächster Bundesstaat Anfang
dieses Jahres. Auch hier blieb die Überlastung des Gesundheitswesens aus
- und es starben auch nicht mehr Menschen als sonst. Immer mehr Staaten
schlossen sich an, inzwischen sind es 22 US-Bundesstaaten, die
keinerlei Corona-Maßnahmen mehr haben. Und in den Krankenhäusern? Alles
ganz normal! Videos aus diesen Bundesstaaten zeigen gut besuchte
Restaurants, ausgelassene Partys, ausverkaufte Sportarenen, Konzerte
usw. Die Wirtschaft läuft auf Hochtouren. Ein Leben, das man sich
hierzulande nicht mehr vorstellen kann.
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Allein diese Bilder sind für einen normalen Deutschen so unglaublich,
dass sie in den gängigen Medien nicht gezeigt werden. Es ist auch kein
Sonderweg mehr, denn die Staaten ohne jede Corona-Maßnahmen machen
inzwischen weit mehr als die Hälfte der Fläche der Vereinigten Staaten
aus. Ich hatte bereits in Ausgabe 05/21 vom darüber
berichtet. In Deutschland wird man die vollständige Aufhebung der
Maßnahmen in den vielen US-Bundesstaaten nicht mehr lange verheimlichen
können. Wahrscheinlich wird dann die vollständige Freiheit in den
US-Bundesstaaten mit einer hohen Impfquote begründet werden. Aber das
ist aus zweierlei Sicht falsch, denn erstens hat Florida noch vor Beginn
der Impfkampagne alle Maßnahmen aufgehoben, und die Quote der
vollständig Geimpften lag Anfang März - als die meisten Staaten die
Maßnahmen aufhoben - in den USA bei unter 10%.
Aber es kommt noch ein zweiter Umstand hinzu: In zwölf Bundesstaaten
ist der digitale Impfnachweis, der bei uns demnächst über Grundrechte
und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben entscheiden wird, verboten.
Sie haben richtig gelesen: Zwölf US-Bundesstaaten haben diese Art der
Diskriminierung unter Strafe gestellt. Die Impfung spielte also
überhaupt keine Rolle bei der Aufhebung der Maßnahmen.
Stellen Sie sich bitte vor, es würde in Deutschland tatsächlich
bekannt werden, dass es in den US-Bundesstaaten ohne Maßnahmen genau
dieselben - teilweise sogar deutlich bessere - Corona-Werte gibt als in
den Staaten mit Maskenpflicht, Abstandsregeln und Lockdowns.
Man könnte anfangen, den Sinn des Ganzen zu hinterfragen. Oder noch
schlimmer: Man könnte feststellen, dass der Beweis erbracht wurde, dass
Masken, Abstände und Lockdowns keinerlei Einfluss auf das Geschehen
haben. Es bräche tatsächlich eine Welt zusammen.
Anmerkung von Nathalie Parent:
Mittlerweile haben noch mehr
US-Bundesstaaten jegliche Restriktionen aufgehoben bzw. das Ende jeglicher Restriktionen angekündigt, z.B. Colorado und
Maine.
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