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- PHARMAINDUSTRIE
Superprofite mit Impfstoffen
BioNTech erlebt im Jahr 2021 eine Gewinnexplosion nie dagewesenen Ausmasses
Klaus Oberzig
 | | Fläschchen mit COVID-19-Impfstoff, Dez. 2020
Bild: Arne Müseler / wikipedia
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Impfen,
Impfen und wieder Impfen. Die Bundesregierung verkündet gebetsmühlenartig, das
Ende der von ihr ausgerufenen Pandemie lasse sich nur mit einer möglichst vollständigen
Durchimpfung der Gesellschaft erreichen. Und das möglichst mit halbjährlicher
Repetition. Daher wird entsprechend starker medialer und sozialer Druck auf die
noch nicht Geimpften ausgeübt. So hat der sächsische Ministerpräsident Michael
Kretschmer kürzlich eine Impfpflicht gefordert und der bayerische
Ministerpräsident Markus Söder will am liebsten in seinem Bundesland ab Herbst
2021 die sogenannte 2-G Regel verpflichtend einführen. Aus der Propagandaformel
„geimpft und genesen" wird bei Söder allerdings ein geimpft und wieder geimpft.
Eine dritte Impfung, teilweise auch schon praktiziert, wird als nun „Auffrischungsimpfung"
uminterpretiert. Wahrscheinlich soll es dann regelmäßig die Auffrischung der
Auffrischungen geben.
So wurde aus dem vermeintlichen Sozialstaat
Bundesrepublik nach dem Vorbild der autoritären DDR ein Staat der
Unterdrückung. Der wichtigsten Menschenrechte beraubt, sollen die Bürger von
der Merkel-Koalition und den gefügsamen Parlamentsparteien mit der Keule Corona
auf die Knie gezwungen werden. Aber der bundesdeutsche Staat, wie auch die
Europäische Gemeinschaft, sind nicht nur Unterdrücker, sondern inzwischen auch
die größten und effektivsten Pharmavertreter geworden. Da wo früher Public
Relations und Werbung, sowie eine Horde von Pharmavertretern für den Absatz der
Produkte sorgen mussten, läuft es heute komplett anders. Der Staat kauft die
Impfstoffe gegen die angebliche Corona-Pandemie, gibt sie wenig geprüft für den
Verkauf frei und kurbelt den Absatz durch Falschinformationen und politischen
Druck an.
Das alles vernimmt man an der Goldgrube 12 - diese Adresse ist kein Witz
- in Mainz am Rhein mit großem Wohlwollen. An der angegebenen Adresse residiert
das deutsche Biotech Unternehmen BioNTech, das zusammen mit dem US-Pharmariesen
Pfizer den Corona-Impfstoff Comirnaty herstellt und weltweit vertreibt. Die im
Jahr 2008 gegründete Firma hat nach dem Börsengang an der New Yorker Nasdaq im
Jahr 2019 heute einen Börsenwert von mehr als 100 Milliarden Euro und soll damit
genauso wertvoll sein, wie der Chemie-Gigant Bayer und der Automobil-Riese
Daimler zusammen. Innerhalb von
nur sechs Monaten ist die Aktie von BioNTech um 280 Prozent gestiegen. Wurde
noch vor einem halben Jahr rund 100 Euro für das Wertpapier bezahlt, liegt der
aktuelle Preis nun bei 388 Euro.
BioNTech Unternehmensgründer und die
beiden Hexal-Gründer Andreas und Thomas Strüngmann, die 47 Prozent der
BioNTech-Anteile halten sollen, haben es mit ihrem Anteil am Unternehmen innerhalb
nur eines Jahres in die Liga der Oligarchen, wie etwa der Aldi-Erben, des Lidl-
und Kaufland-Inhabers Dieter Schwarz und der BMW-Erben Klatten und Quandt
geschafft. Betrachtet man sich die Umsatzentwicklung, so stieg diese von 69,5
Mio. Euro in 2017 (über 150,5 in 2018 und 121,5 in 2019) auf 482,3 Mio. Euro in
2020. Hinter diesem bemerkenswerten Anstieg steht vor allem die strategische
Kooperation mit den US-Pharmariesen Pfizer.
Diese „Zusammenarbeit war ein entscheidender Faktor für die globale
Durchschlagskraft unseres Projekts", wird dazu im BioNTech-Geschäftsbericht für
das Jahr 2020 ausgeführt. BioNTech habe die Technologie und die Expertise im
Bereich der Immunologie eingebracht, die Partner neben den
Produktionskapazitäten vor allem ihre weltweiten Vertriebsstrukturen. Inzwischen liegt der Umsatz von BioNTech
im zweiten Quartal 2021 bei sagenhaften 5,3 Milliarden Euro. Der Gewinn erreichte
dabei noch sagenhaftere 2,8 Milliarden Euro. Wohlgemerkt der Quartalsgewinn. Das
ist eine Gewinnmarge von mehr als 52,83 Prozent. Werte, wie sie in der
kapitalistischen Industriegeschichte nicht einmal in Kriegszeiten erreicht
wurden.
Wie kann ein bis dahin relativ kleines, wirtschaftlich nicht sehr ertragreiches
Unternehmen solche Gewinne erwirtschaften? Das liegt an der globalen Politik
und ihrer Strategie, wie sie vom Zusammenschluss der Superreichen und ihrer
Politstreitmacht im Weltwirtschaft-Forum (WEF) betrieben wird. Mit dieser
Corona-Strategie wollen sie das globale Finanzsystem wieder auf die Beine
bringen und zugleich die Bevölkerung gefügig machen. Wie das aus Sicht der
WEF-Strategen weitergehen soll, zeichnet sich bereits konkret ab. Denn die EU
hat schon jetzt, während Bayerns Söder noch
verharmlosend von zwei kleinen Pieksen spricht, für
den Zeitraum Dezember 2021 bis ins Jahr 2023 sage und schreibe 1,8 Milliarden
Impfdosen bei BioNTech bestellt. In der EU leben aber gerade mal 447 Millionen
Menschen. Die EU plant also längst die Impfungen zur permanenten Einrichtung,
zumindest bis 2023, zu machen. Entsprechend werden auch die Surplusprofite der
Impfstoffhersteller ausfallen. Wenn deren Kalkül aufgehen sollte.
Und dann gibt es noch die nationalen Politiker, die auf der einen Seite
Menschen mit Grundrechtsentzug drangsalieren und auf der anderen Seite ausgebuffte
Verträge wie mit BioNTech abschließen. Zitat aus dem inzwischen geleakten Vertragsunterlagen
zwischen der EU und BioNTech. „Der Käufer - Anmerkung des Autors, der Käufer
ist die EU - erkennt an, dass die langfristigen Wirkungen und die Wirksamkeit
des Impfstoffes derzeit nicht bekannt sind und dass der Impfstoff unerwünschte
Wirkungen haben kann, die derzeit nicht bekannt sind. Der Käufer erklärt sich
hiermit bereit, Pfizer und Biontech und deren verbundene Unternehmen vor und
gegen alle Klagen, Ansprüche, Aktionen, Forderungen, Verluste, Schäden,
Verbindlichkeiten, Abfindungen, Strafen, Bußgelder, Kosten und Ausgaben
freizustellen, zu verteidigen und schadlos zu halten.
Zwei Zahlen zum Schluss noch zum Nachdenken. Im Jahr 2020, als BioNTech noch
keinen Euro mit dem Corona-Impfstoff verdient hatte, gewährte die deutsche
Bundesregierung dem Unternehmen aus dem Steuersäckel einen nicht
rückzahlungspflichtigen Zuschuss in Höhe von 375 Millionen Euro. Aber es gibt
keinerlei Vereinbarung, dass der Steuerzahler eine Beteiligung an zukünftigen
Gewinnen von BioNTech hat. Im selben Jahr, also 2020, hat sich BioNTech Chef
und Gründer Ugo Sahin von diesem 375 Millionen Zuschuss ein Jahresgehalt von 16
Millionen Euro gezahlt. So sieht die Gesundheitspolitik von Merkel und Spahn
aus.
Mehr im Internet:
Maximalprofite ja - Haftungsrisiken keine, scienzz
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