|
- PHARMAINDUSTRIE
Maximalprofite ja, Haftungsrisiken keine
Einblick in einen geleakten Knebelvertrag von Pfizer/Biontech
Svenja Higgins
 | |
Faksimilé aus dem geleakten Vertragsentwurf
von Pfizer mit Albanien.
Screenshot Transparancy International
| | |
Vor Kurzem wurde der Entwurf eines Herstellungs- und Liefervertrages des Pharmakonzern Pfizer mit der albanischen Regierung ueber die Lieferung von Corona-Impfstoffen geleaked. Der Vertrag verdeutlicht, worum es bei der Corona-Pandemie geht: um risikolose Maximalprofite für Big Pharma. Dieser Vertrag, der vermutlich in ähnlicher Form auch mit anderen Ländern geschlossen wurde, gibt einen interessanten Einblick in die Prozesse, die im Hintergrund
ablaufen, und auch wie offen hier die Risiken der Impfung ausgesprochen
werden.
Der Vertrag ist von Transparency International veröffentlicht und lässt sich . Daneben gibt es auch eine .
"(a) Während der Laufzeit wird sich Pfizer im Rahmen des
wirtschaftlich Vertretbaren bemühen, dem Käufer das Produkt zu liefern
oder liefern zu lassen, und der Käufer wird das Produkt kaufen,
vorbehaltlich und in Übereinstimmung mit den Bestimmungen und
Bedingungen dieses Vertrags.
(b) Der Käufer erkennt an und stimmt zu, dass
(i)
die Bemühungen von Pfizer zur Entwicklung und Herstellung des Produkts
von Natur aus sehr ehrgeizig sind und erheblichen Risiken und
Unsicherheiten unterliegen, und (ii) die Tatsache, dass ein
anderes Medikament oder ein anderer Impfstoff zur Vorbeugung, Behandlung
oder oder Heilung der COVID-19-Infektion erfolgreich entwickelt oder
früher zugelassen wird als die Erteilung der Zulassung für dieses
Produkt, nichts ändert an der derzeitigen Situation des dringenden
Bedarfs an der Verhütung der Ausbreitung der COVID-19-Infektion, die das
Leben und die Gesundheit der Bevölkerung ernsthaft bedroht und
schädliche Auswirkungen auf die Allgemeinheit darstellt."
Schon in diesen Sätzen am Anfang macht
Pfizer deutlich, dass der Pharmariese sich mit allen Kräften darum
bemüht, diesen Impfstoff herzustellen und zuzulassen. Das dieses
ehrgeizige Projekt auch spezifische medizinische Risiken birgt, darauf
wird der Käufer in Abschnitt 5.5 deutlich hingewiesen:
"Der Käufer nimmt zur Kenntnis, dass der Impfstoff und die im
Zusammenhang mit dem Impfstoff stehenden Materialien, sowie deren
Komponenten und Bestandteile aufgrund der Notlage der COVID-19-Pandemie
schnell entwickelt werden und auch nach der Lieferung des Impfstoffs an
den Käufer im Rahmen dieses Vertrages weiter untersucht werden. Der
Käufer erkennt ferner an, dass die langfristigen Auswirkungen und die
Wirksamkeit des Impfstoffs derzeit nicht bekannt sind und dass es
gegenläufige Wirkungen des Impfstoffs geben kann, die derzeit nicht
bekannt sind. Ferner erkennt der Käufer an, soweit anwendbar, dass das
Produkt nicht serienmäßig hergestellt werden darf."
In diesem Wissen lässt
sich Pfizer konsequenterweise mit einem einzigen, wenn auch ziemlich
unhandlichen Satz, von jeglicher Haftung befreien (8.1):
"Der Käufer verpflichtet sich hiermit,
Pfizer, BioNTech, jeden der mit ihnen verbundenenen Unternehmen,
Auftragnehmer, Unterauftragnehmer, Lizenzgeber, Lizenznehmer,
Unterlizenznehmer, Händler, Vertragshersteller, Dienstleister, Forscher
für klinische Studien, Dritte, denen Pfizer oder BioNTech oder eines
ihrer jeweiligen verbundenen Unternehmen direkt oder indirekt eine
Entschädigung schulden aufgrund von Forschung, Entwicklung, Herstellung,
Vertrieb, Kommerzialisierung oder Verwendung des Impfstoffs, sowie
jeden der Vorstandsmitglieder, Direktoren, Mitarbeiter und andere
Beauftragte und Vertreter, sowie die jeweiligen Vorgänger, Nachfolger
und Abtretungsempfänger der Vorgenannten ("Entschädigungsempfänger"),
von und gegen alle Klagen, Ansprüche, Aktionen, Forderungen, Verluste,
Schäden, Verbindlichkeiten, Abfindungen, Strafen, Bußgelder, Kosten und
Ausgaben (einschließlich, ohne Einschränkung, angemessener Anwaltskosten
und andere Kosten einer Untersuchung oder eines Rechtsstreits),
unabhängig davon, ob sie auf einem Vertrag beruhen, unerlaubter
Handlung, geistigem Eigentum oder einer anderen Theorie beruhen, und
unabhängig davon, ob es sich um rechtliche, gesetzliche, billige oder
sonstige (zusammenfassend: "Verluste"), die sich aus dem Impfstoff
ergeben, mit ihm zusammenhängen oder aus ihm resultieren,
einschließlich, aber nicht beschränkt auf jede Phase des Designs, der
Entwicklung, Untersuchung, Rezeptur, Tests, klinischen Tests,
Herstellung, Kennzeichnung, Verpackung, Transport, Lagerung, Vertrieb,
Marketing, Werbung, Verkauf, Kauf, Lizenzierung, Spende, Abgabe,
Verschreibung, Verabreichung, Bereitstellung oder Verwendung des
Impfstoffs zu entschädigen, zu verteidigen und schadlos zu halten."
Sehr schön passt dazu die Analyse, die Oskar Lafontaine auf den Nachdenkseiten veröffentlicht hat mit dem Fazit:
"Die Politiker, die solche Verträge abschließen, sind die wahren
Covidioten. Die mRNA-Technik wurde auch über die staatlich finanzierte
Grundlagenforschung vorangetrieben und die Entwicklung der Impfstoffe
mit hunderten von Millionen gefördert. Mittlerweile rechnet
Pfizer/Biontech mit Gewinnen von 33,5 Milliarden Dollar in diesem Jahr.
Das Mindeste wäre doch gewesen, wenn man bei exorbitanten Gewinnen
Rückzahlungen an den Staat vereinbart hätte - von dem Trauerspiel um die
Freigabe von Patenten an die Entwicklungsländer gar nicht zu reden, die
kriegen das, was man in den wohlhabenden Staaten nicht braucht."
Sieht man sich die Verbissenheit an, mit der sich die deutsche und
andere Regierungen in den Kopf gesetzt haben, möglichst viele Impfdosen
loszuwerden, sei es durch direkten oder indirekten Impfzwang, durch
Kinder-Impfungen oder auch durch Verabreichung von dritten und vierten
Dosen, stellt sich die Frage, ob in den aktuellen Verträgen nicht gleich
auch eine Impfquote mit festgeschrieben wurde.
Dass jedenfalls die Impfstoffe trotz vieler schwerer Nebenwirkungen
und unbekannter und damit nicht einschätzbarer Risiken so schnell
zuglassen wurden, ist wohl auch der Chefin der europäischen
Zulassungsstelle (EMA), Emer Cooke, zu verdanken.
Wie auf dem nachzulesen ist, war sie jahrelange Mitarbeiterin beim „Europäischen Verband der pharmazeutischen Industrie und Verbände",
also einer Lobbyorganisation der Pharmaindustrie. Damit dürfte sie auch
deren Nöte - und vor allem auch deren Wünsche sehr gut kennen. Seit
November 2016 war sie „Direktorin für regulatorische Aktivitäten im
Zusammenhang mit Medizinprodukten" bei der WHO und wurde dann just im
November 2020 Chefin der EMA.
Kaum einen Monat später wurden einige der Covid-Impfstoff - darunter
auch der von Pfizer - von der EMA in einer Art „Notfallzulassung"
freigegeben.
Mehr im Internet:
|
|