- DEMONSTRATIONSRECHT
Die Demo um jeden Preis verhindern
Der Berliner Senat will eine Manifestation wie vor einem Jahr verhindern
Klaus Oberzig
 | | Aufmarsch 1. August - Bild: fsHH auf pixabay
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Die Verbotspolitik des Berliner Senats gegen die
geplanten Demonstrationen am 1. August 2021 ist mit allerlei kruden Begründungen
versehen, die im Prinzip willkürlich sind. Die Querdenker-Demonstrationen seien
nicht mit der vor einigen Tagen gelaufenen Christopher-Street-Day Demonstration
zu vergleichen, so der Senat. Der Ersteren würden sich nämlich nicht an die
verhängten Hygieneregeln halten. Wer CSD 2021 miterlebt hat, weiß um die
Fadenscheinigkeit und Verlogenheit dieser Senatsargumentation. Auch die Taktik,
die Verbote von angeblich 12 angemeldeten Demos bis zum letzten Drücker ohne
Begründung zu belassen, ist von der gleichen geistigen Qualität. Gerichte so
unter Zeitdruck zu versetzen offenbart das Rechtsverständnis eines Stasi-Unterleutnants
der verblichenen DDR, deren geistige Grundausrichtung und Volksverachtung
längst zur Staatsraison auch der Bundesrepublik geworden ist.
Die Gesinnung von Querdenkern sei eine andere als die von CSD-Demonstranten.
Eine Behauptung, die juristisch von zweifelhafter Qualität ist. Auch wenn die
Argumente und die Taktik des Senats davon bestimmt ist, die Kritiker der
Pandemiepolitik "auf keinen Fall" in Berlin demonstrieren zu lassen, beleuchtet
sie offenbar das Trauma des Berliner Senats vom 1. August des vergangenen
Jahres, als die bundesdeutsche Regierungspolitik von einer unfassbar großen
Zahl an Demonstranten komplett überrascht worden war. Die Chargen der
rot-rot-grünen Koalition in Berlin haben jetzt wieder panische Angst, dass sich
ein solcher 1. August wiederholen könnte.
Betrachtet man den Plan der Oligarchen rund um die Leichtmatrosen des World
Economic Forum (WEF) kann man feststellen, dass sie ihre Ziele nicht erreicht
haben. Im Gegenteil. Auch wenn viele der Systemkritiker empört über die "Provokationen"
der Merkel-Koalition und ihrer Tafelrunde sind und sich durchaus von den permanenten
Drohungen und Fehlinformationen der Systemmedien beeindrucken lassen, spiegelt
das nur eine einseitige Darstellung. Tatsächlich ist die Skepsis in der
Bevölkerung in den letzten Monaten gewachsen, auch wenn sich immer noch viele
Menschen impfen lassen. Bei der Betrachtung von Momentaufnahmen darf man eben
nicht vergessen, dass es sich dabei um einen Prozess handelt, dessen Ausgang offen
ist. Allerdings ein Prozess von historischen Ausmaßen. Aber auch da wird erst
am Schluss abgerechnet.
Auch wenn die Wirtschaftskrise seit 2008 virulent ist und wie ein steigendes
Hochwasser die alten Pegelstände übersteigt, ist inzwischen deutlich, dass es
sich um eine Systemkrise handelt. Natürlich hätten sich die Propagandisten des
Great Reset eine vollständige Grabesruhe gewünscht. Doch die ist nicht
eingetreten. Genauso wenig wie die Träume vom schnellen Ende der
Wirtschaftskrise. Ein hochkomplexer Industriestandort mit in Jahrzehnten austarierten
"Interessenausgleichen" - wenn dieser Ausdruck überhaupt gestattet
sein möge - lässt sich nicht im Hauruckverfahren auf den Kopfstellen. Da sind
sowohl die Regierenden wie auch viele eingeschüchterte Bürger Opfer ihrer einseitigen
Wahrnehmung geworden.
Wie die wirkliche Stimmung in der Bevölkerung und vor allen Dingen auch im
Mittelstand ist, lässt sich gegenwärtig schwer abschätzen. Also auch der
Berliner Senat und die Merkel Koalitionäre tappen mehr oder weniger im Dunkeln.
Geheimdienste hin, Abhörmöglichkeiten her. Deshalb versuchen Sie sowohl die
Bevölkerung, als auch die Demonstranten massiv einzuschüchtern. Mit viel
Polizei lässt sich das auch recht einfach bewerkstelligen, zumindest an der
Oberfläche. Wie tief die Wirkung tatsächlich geht oder ob sie nicht vielleicht
sogar einen gegenteiligen Effekt hervorruft, wird sich erst später
herausstellen. Kein Wunder, dass der Senat heftig hyperventiliert.
Damit soll die Verbotspolitik des Senates nicht verharmlost werden. Im
Gegenteil. Vor allem ein in diesem Zusammenhang immer wieder gebrachtes
Argument über die Gesundheitsgefahren, die von Querdenkern ausgingen, sollte
man ernst nehmen. Abgesehen davon, dass Querdenker nur eine Gruppe im
wachsenden Pool des Widerstandes darstellen, ist es eine staatliche
Diffamierung von Teilen der Gesellschaft, die allen Vorstellungen der
Menschenrechte zuwider läuft. Ein Staat der so agiert, desmaskiert sich als
autoritäres System. Selbst wenn große Teile der Gesellschaft dem noch folgen
und die Regierenden noch als „die Guten" missverstehen.
Obwohl die sogenannten Inzidenzwerte aktuell niedrig sind, argumentiert der
Senat immer wieder mit gesundheitlichen Risiken. Hinter der vorgeblichen
Corona-Pandemie steht der massive Versuch, den Krankheitsbegriff unserer Kultur
komplett auf den Kopf zu stellen und den Mechanismen der Digitalisierung
anzupassen. Denn nur mit einem industriekonformen Krankheitsbegriff, der von
Oligarchen und WHO zentral gesteuert und vor allem der Kompetenz der
Ärzteschaft entzogen ist, ließen sich die Kapitalanlagemöglichkeiten
erschließen, welche das Finanzsystem so dringend benötigt. Dass diese Idee
einer einheitlich verkündeten Krankheit und einheitlich verkündeter
Gegenmaßnahmen zur Profitmaschine wird, hat die bisherige Impfkampagne immerhin
bewiesen. Auch wenn sie aus Sicht von Big Pharma, den IT-Giganten und der
Energiewirtschaft noch „mangelhaft" läuft.
Gerade diese Auseinandersetzung um den Krankheitsbegriff ist eines der
zentralen Themen der Demonstranten. Deshalb will der Senat diese um jeden Preis
verhindern. Auch wenn es albern erscheint,
angebliche Ansteckungsgefahren am individuellen Verhalten einzelner Gruppen in
der Bevölkerung festzumachen - Christopher Street Day, Querdenker, Fußballfans,
Partybesucher, oder welche Gruppe auch immer - muss man sich bewusst sein, dass
dahinter der große Paradigmenwechsel lauert. Wenn Menschen nicht mehr, wie seit
Anbeginn unserer Kultur, dann als krank angesehen werden, wenn sie Symptome
zeigen, also sogenannte klinischen Evidenzen, sondern eine Regierung oder ein
Industriekartell per digitalem PCR-Test darüber entscheidet, wer krank ist und
wer nicht, dann ist ein menschliches Selbstbestimmungsrecht komplett außer
Kraft gesetzt.
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