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- FUSSBALL-EM
Besser 82 Mio. Bundestrainer als 82 Mio. Virologen
Die EM konterkarierte das Luegengebaeude der Corona-Propaganda
Klaus Oberzig
 | | Europameister Italen
Bild: scienzz
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Schon bevor die Fußball-Europameisterschaft mit
dem Sieg Italiens im Endspiel am 11. Juli 20 21 ihr Ende gefunden hatte, war das
Interesse der deutschen Zuschauer stark gesunken. Laut einer repräsentativen
Umfrage des Meinungs-forschungsinstituts YouGov sei einem Drittel der früher so
fußballbegeisterten Deutschen die Lust am Zuschauen abhanden gekommen. Die
Fragen der Meinungsforscher konzentrierten sich allerdings auf das Abschneiden
der deutschen Mannschaft und man konnte den Eindruck gewinnen, ohne eine
deutsche Teilnahme würde es wenig Interesse an einem Fußball Ereignis geben.
Doch ist das wirklich so, dass es alleine an der Leistung der
Nationalmannschaft hängt? Solch monokausalen Betrachtungen kann man mit Fug und
Recht Misstrauen. Auch wenn eine beträchtliche Anzahl der Befragten dies
durchaus so empfunden und geäußert haben mag.
Es liegt vielmehr die These nahe, dass das Prinzip "Brot und Spiele",
mit dem die Volksmassen von wichtigen politischen Fragen abgelenkt werden,
selbst in die Krise geraten zu sein scheint. Natürlich ist das Ende der Ära
Jogi Löw ein Faktor, aber es steckt viel mehr dahinter. Die deutsche
Gesellschaft ist nach eineinhalb Jahren Trommelfeuer über eine behauptete
Corona Pandemie zutiefst gespalten. Immer mehr Menschen, die anfangs bereit
waren, der Regierung zu glauben, haben das Gefühl, das autoritäre Vorgehen der
Merkel Regierung sei nicht in Ordnung. Es hat seine innere Logik, wenn
Unzufriedenheit und Zweifel noch nicht offen geäußert, vielleicht nicht einmal
bewusst empfunden werden, sondern sich erst einmal in Zurückhaltung bei emotional
belegten Themen ausdrücken.
Hinter der wachsenden Unlust auf Fußball TV steckt erst einmal das Erleben der
Widersprüche, die diese Übertragungen von Anfang an begleitet hatten. So wurde
der Zuschauer in den Nachrichten von ARD und ZDF mit den üblichen
Horrormeldungen über Infektionszahlen überschüttet, um anschließend eine
Fußballwelt zu erleben, die dem so gar nicht entsprach. Dem restriktiven Umgang
mit den Fußballfans in Deutschland stand das mehr oder minder ungezügelte und
aus normalen Zeiten gewöhnte Fan-Verhalten gegenüber. Das steckte selbst die
Fußballexperten an, die ungewohnt großer Zahl ins Studio geholt worden waren. Es
sei endlich wieder richtiger Fußball, wie Kevin Prince Boateng formulierte.
Oder, wie es ein anderer ausdrückte, 82 Millionen Bundestrainer sein doch viel
besser als 82 Millionen Virologen. Die hauptamtlichen Moderatoren quittieren es
mit Verunsicherung. Darauf waren sie von ihren Sendern offenbar nicht gebrieft
worden.
So wurde die EM von Spiel zu Spiel zum Beispiel dafür wie das Lügengebäude der
Corona Propaganda mehr und mehr bröckelte. Die hilflosen Kommentare der
Moderatoren, "aus gesundheitlicher Sicht" ginge das eigentlich nicht,
was die Fans - natürlich die ausländischen - da zelebrierten, gingen unter. Es
war deutlich zu spüren, dass sie Sätze zum Besten gaben, an die sie weder
selbst glaubten, noch erwarteten, dass das Publikum sie hören wollte. So
verselbständigte sich die Berichterstattung, auch wenn der ein- oder andere
Fußballexperte, der zu offen seine pandemiekritische Meinung gezeigt hatte, aus
dem Verkehr gezogen wurde.
Auch die Kritik deutscher Regierungspolitiker an schottischen Fans, der
britischen Regierung und der UEFA, die sich vor ihrer
"gesundheitspolitischen" Verantwortung drückten, verpuffte. Der
Drohung, der Virus bzw. seine aktuelle Delta-Variante würden massenhaft Opfer
fordern, wurde und wird immer weniger geglaubt. Zu recht, denn die EM war der
millionenfache Beweis, wie wenig diese Propaganda stimmt. Auch der Versuch, die
ausbleibenden Erkrankungen als Erfolg der Impfungen auszugeben, geriet zum
Rohrkrepierer, als sich selbst Fußballexperten über die Behauptung lustig
machten, die Zuschauer in den ausländischen Stadien sein alle getestet bzw.
verfügten alle über einen Impfausweis.
Die Fußball-EM 2020, wie sie offiziell ja hieß, war also nicht nur
fußballerisch interessant, sie war vor allem für diejenigen spannend, die
bewusst verfolgten, wie die Widersprüche zwischen Regierungspropaganda und
realer Entwicklung ins Tanzen gerieten. Allerdings darf man nicht alleine die
ins Auge springenden Widersprüche in den Übertragungen betrachten. Man würde
Ursache und Wirkung verdrehen, wenn man behauptete, dies sei eine Folge der
Berichterstattung gewesen.
Die tieferen Ursachen, die der mangelnden Begeisterung, sich durch Fußball
ablenken zu lassen, zugrunde lagen, haben sich im Laufe der Monate des Lockdowns
entwickelt. Einer Mehrheit im Lande, wie in ganz Europa und der USA ist nicht
entgangen, dass die Pandemie keine war und keine ist. Die an die Wand gemalten
Prophezeiungen mit hohen Opferzahlen haben sich totgelaufen. Stattdessen
entwickelte sich, wenn auch langsam, das Bild von der wirtschaftlichen Krise,
die mit Corona übertüncht wurde.
Die Befürchtung, der Wirtschaftsstandort Europa stehe zur Disposition, kriecht
praktisch subkutan in die Gedanken der Menschen. Die Ängste vor dem Virus
mutieren langsam zur Angst vor der wirtschaftlichen Zukunft einer
digitalisierten Arbeits- und Lebenswelt. Das ist die tatsächliche Spaltung in
den Köpfen und Herzen der Europäer, die sich auch in der EM bemerkbar machte.
Natürlich lässt sich kaum sagen, in welchen Größenverhältnissen diese Spaltung
inzwischen angelangt ist. Entscheidend ist vielmehr, dass immer deutlicher wird,
dass dies ein Prozess geworden ist, der stärker und stärker wird. Ein Aspekt
dabei ist, dass die agierende politische Kaste und ihre Frontleute inzwischen
verschlissen und verbrannt sind und zum Auswechseln anstehen. Das gilt auch für
die zur Wahl stehenden Kanzlerkandidaten Baerbock, Laschet und Scholz.
Befeuert wird das wachsende Misstrauen durch die inzwischen bekannt gewordenen
Impfschäden. Je mehr sich das Jahr dem Ende zuneigt, also die übliche
Grippesaison ansteht, desto mehr wird sich das Thema Impfen zuspitzen. Die
Opfer der "notzugelassenen" Impfstoffe werden deutlicher zeigen, was
es mit den Impfstoffen auf sich hat. Und viele Fragen werden von den
Verantwortlichen nicht beantwortet werden. Natürlich werden sie versuchen die
Karte zu ziehen, dass die Impfgegner schuld seien und dass der Virus doch so
gefährlich sei, wie sie schon immer behauptet hätten.
Ob das verfängt, wird von der Entschiedenheit des Widerstandes sowohl in
Deutschland wie auch in Europa und den USA abhängen. Und es wird eine große
Rolle spielen, wie die neuen Medien den Lügenvorhang der alten Systemmedien
zerreißen können. Dabei wird es auch darauf ankommen, keine Lügen über die
wirtschaftliche und soziale Lage der Menschen durchgehen zu lassen. Die Front
derer, die sich gegen das alte System wenden, wird weiter wachsen. Aber man
sollte die Entschlossenheit der Oligarchenklasse nicht unterschätzen. Die EM
wird dann in der Rückschau nur noch als gemütliche Episode erscheinen.
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