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- MEDIENKAROUSELL
Claus Kleber hoert beim heute journal des ZDF auf
Der Weggang bekannter Moderatoren kommt einer Distanzierung vom alten Sender gleich
Klaus Oberzig
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Die Meldung von Klebers Rückzug wurde von Bild groß aufgemacht.
Ein alter Kämpe geht mit 66 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand. Eienr Bitte
der ZDF-Führung, seinen Vertrag noch ein weiteres Mal zu verlängern, wollte er
nicht mehr nachkommen. Soweit so normal, könnte man meinen. Aber Kleber, der
seit 2003 für das ZDF arbeitet und seither Leiter und Moderator des „heute journals"
ist, der meistgesehenen Nachrichtensendung im deutschen Fernsehen nach 20 Uhr, dürfte
wohl nur die Spitze des Eisberges sein.
Im Schnitt verfolgen täglich mehr als vier Millionen Zuschauer die von Kleber präsentierte
und verantwortete Nachrichtenshow. Der Atlantiker und getreue Gefolgsmann
Amerikas, der auch der Pandemie-Politik der Bundesregierung bedingungslos folgt,
drückt mit dieser Grundhaltung der Sendung seinen Stempel auf. Dafür wurde er
fürstlich entlohnt, mit über 400.000 Euro jährlich gehört der freiberuflich
arbeitende Journalist zu den Spitzenverdienern im Nachrichtengewerbe.
Aus diesem Grund ist er wohl der Prominenteste, der gegenwärtig seinen
angestammten Platz räumt. Das aktuelle Stühlerücken findet aber nicht nur bei prominenten
Journalisten und Moderatorinnen statt. Das geht bis hinunter in die einfachen
Dienstränge. Zu den Bekannten gehören Jan Hofer, Linda Zervakis und Pinar Atalay,
die der ARD den Rücken kehren. Ob die privaten Fernsehsender, zu denen die Genannten
wechseln, sich nun als Gewinner fühlen können, dürfte abzuwarten sein.
Auffällig ist aber der Zeitpunkt, zu dem die Journalisten sich zum Wechsel
entschlossen haben. Da dürfte es nicht nur um Geld gegangen sein. Die
Prominenten und weniger Prominenten dürften auch andere, gewichtige Beweggründe
haben. Der Volksmund spricht in solchen Situationen wenig respektvoll davon, die "Ratten verlassen das sinkende Schiff".
Nachdem in der von der Pandemieregierung über eineinhalb Jahre hinweg die GEZ
Anstalten zum Sprachrohr der Regierung und von Big Pharma umfunktioniert
wurden, hat sich in den Anstalten ein Klima eingeschlichen, das dem der durch
eine Einheitspartei regierten DDR bzw. der UdSSR sehr ähnlich geworden ist.
Abweichende Meinungen werden mit Sanktionen belegt oder wie ein betroffener
Journalist es formulierte, eine "Bunker-Mentalität" habe sich breit gemacht.
Nachdem diese Entwicklung erst einmal unumkehrbar schien, macht sich inzwischen
das Bedürfnis nach Veränderung bemerkbar. Manch einem der willigen Überbringer
der Regierungsbotschaften dürfte klar geworden sein, dass dies wenig bis keine
Perspektive beinhaltet.
Dafür sind mehrere Faktoren verantwortlich. Zum einen hat die grundsätzliche
Bereitwilligkeit in Teilen der Bevölkerung abgenommen, dem regierungsoffiziösen
Kurs von ARD und ZDF bedingungslos zu glauben. Vielen Bürgern ist klar
geworden, dass vieles nicht stimmen kann. Diese Zweifel werden zunehmend auch
öffentlich geäußert. Einen deutlichen Beleg gibt auch die Allensbach-Umfrage
der letzten Tage, wonach immer mehr Menschen Zweifel am Kurs von Merkel haben.
Einen großen Anteil an diesem Wandel hat der Aufschwung der alternativen
Medien, die das Etikett der Verschwörungstheoretiker abgestreift haben und
zunehmend als „neue" Medien und als eine Alternative zu den „alten" Medien im
TV, aber auch im Printbereich aufgefasst und akzeptiert werden.
Dabei spielt eine Rolle, dass die jüngeren Generationen nie eine wirkliche
Bindung an ARD, ZDF und die alten Printmedien hatten. Die Abhängigkeit
letzterer von der Staatknete ist dabei nicht gerade imagefördernd. Dass die
Cassandra der "alten" Medien immer weniger verfängt, hängt direkt mit
den täglichen Erfahrungen der Menschen zusammen, die das Geschwätz von Spahn,
Drosten, Merkel und Lauterbach immer weniger nachvollziehen können.
So lässt sich auch das "Bäumchen-wechsel-dich-Spiel" innerhalb der „alten"
Medien von den Öffentlich-Rechtlichen zu den Privatsendern, aber auch die
Personalquerelen in der Funke-Mediengruppe, als Absetzbewegung vom
Regierungskurs interpretieren. Durchaus auch als wachsender Widerstand und
Widerwille gegenüber einseitigen Darstellungen und Lügen, etwa dergestalt, dass
in TV-Grafiken ganz Nordamerika als Risikogebiet dargestellt wird, obwohl es
eine Reihe von US-Bundesstaaten gibt, in denen nie Pandemiemaßnahmen ergriffen
wurden, ohne dass dies irgendwelche gesundheitlichen Folgen für die dortige
Bevölkerung gebracht hätte.
Besonders drastisch fällt der Widerspruch zwischen gesellschaftlicher Realität
und verordneter Regierungspropaganda angesichts der live übertragenen
Fußballspiele aus. Während die GEZ-Sender brav die vom Robert-Koch-Institut
vermeldeten Inzidenzwerte und die neuen Virus-Varianten im DDR-Stil vermelden,
werden anschließend Fußballspiele mit vollen Stadien gezeigt, bei denen den
Zuschauern schon nach einer Woche Europameisterschaft klar geworden sein
dürfte, dass dort kein Fußballfan krank oder infiziert ist.
Deutlich wird, dass das Problem die deutsche Regierung und ihre devoten Medienvertreter
sind, die gehorsam der "irrationalen Linie" der Kanzlerin folgen. Dass
Merkels "narzisstisches Problem", wie es der bekannte Psychiater
Hans-Joachim Maas ausdrückte, gerade auf die Medienstars zurückschlagen und ein
Karriereende bescheren könnte, scheint inzwischen selbst den
opportunistischsten unter ihnen klar geworden zu sein.
So entwickelt sich die Absetzbewegung von den "alten" Medien zu
einer unausgesprochenen Distanzierung. Bisher hat das noch keiner so deutlich
ausgesprochen bzw. hat sich noch keiner getraut, das auszusprechen. Aber es
scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Ob allerdings der Betonkopf Claus
Kleber sich dergestalt äußern wird, dürfte eher unwahrscheinlich sein.
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