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Tricky-dicky: Einfach den Namen gewechselt
Impfstoff von Astra Zeneca heisst jetzt Vaxzevria
Klaus Oberzig
 | | Bild: scienzz.de
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"Der Name des Vakzins wurde am 25. März 2021 auf Vaxzevria
geändert". Mit dieser Information wartet seit Kurzem die
zum Impfstoff von Astra Zeneca auf. Auch in anderen aktuellen Meldungen zu
Astra Zeneca werde bereits der Name "Vaxzevria (ehemals Covid-19-Impfung
Astra Zeneca)" verwendet. Selbst das Etikett sowie die Verpackung seien
geändert worden, berichtet die Schwedische Agentur für Gesundheitsprodukte
Läkemedelsverket. Eine offizielle Stellungnahme seitens des Herstellers liegt
dazu nicht vor.
Nachdem in vielen EU-Ländern, darunter Deutschland, im März die Impfungen mit
Astra Zeneca aufgrund von Meldungen über Thrombosen (Blutgerinsel) im zeitlichen
Zusammenhang zur Impfung ausgesetzt worden waren, geriet das Vakzin im
Wettbewerb der Pharmafirmen gnadenlos ins Hintertreffen. Über 40 Prozent, so
eine nicht bestätigte Meldung, würden den Impfstoff ablehnen. Die
Verunsicherung sei bei vielen zu groß. Wer diese Verunsicherten seien, bzw. um
welche „Marktteilnehmer" - Politiker, Lobbyisten, Ärzte, Pharmavertreter - es
sich dabei handle, bleibt unklar. Die Bürger können damit nicht gemeint sein,
denen ist die Entscheidungsfreiheit längst genommen. Die Umbenennung zielt aber
ganz offenbar auf sie. Als Objekte der Impfung soll der Name für sie einfach
verschwinden - und damit ihre Ängste. Eine klassische Verschleierung der
Probleme, mit wohlwollender Duldung der Behörden.
Schon vor dieser Camouflage war der Impfstoff wieder freigegeben und verabreicht
worden. Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hatte die Sicherheit des
Vakzins bekräftigt, auch die Ständige Impfkommission in Deutschland hatte sich
für eine weiteren Einsatz des Mittels ausgesprochen. In Deutschland sind bisher
31 Fälle einer Sinusvenenthrombose nach Impfung mit dem Impfstoff von
AstraZeneca bekannt, wie das Paul-Ehrlich-Institut am Dienstag berichtete. Bis zum
29. März waren dem Institut 31 Fälle gemeldet worden, in 19 Fällen wurde
zusätzlich eine Thrombozytopenie gemeldet. In neun Fällen sei der Ausgang
tödlich gewesen, wie das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Institut
in Langen berichtete.
Mit Ausnahme von zwei Fällen betrafen laut PEI alle Meldungen Frauen im Alter
von 20 bis 63 Jahren. Die beiden Männer waren 36 und 57 Jahre alt. Laut
Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts wurden bis einschließlich Montag
2,7 Millionen Erstdosen und 767 Zweitdosen von Astra Zeneca verimpft.
Dazu passen Meldungen aus Berlin und München, wo man vorerst die unter
60-Jährigen nicht mehr mit Astra Zeneca, pardon, mit Vaxzevria, impfen werde. Berlins
Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) verwies am Dienstag auf „neue Daten zu
Nebenwirkungen". Gilt der Tod inzwischen in dieser Welt der potemkinschen
Pharmadörfer als Nebenwirkung? Die Entscheidung sei eine „Vorsichtsmaßnahme", beruhigt
die Senatorin. Entsprechende Termine in Impfzentren werden ihr zufolge erst
einmal abgesagt.
Auch die Hauptstadt-Kliniken Charité und Vivantes stoppten bis auf Weiteres die
Impfungen mit Verweis auf Fälle von Hirnvenenthrombosen. Die Aussetzung der
Impfungen gilt für Frauen unter 55 Jahren. Das betreffe vor allem die eigene
Belegschaft. Die Charité habe bisher rund 16.000 Erst- und Zweitimpfungen an
ihr Personal verabreicht. "Davon entfiel der größte Teil auf
AstraZeneca", sagte Charité-Sprecherin Manuela Zingl. "Dieser Schritt
ist aus Sicht der Charité notwendig, da in der Zwischenzeit weitere
Hirnvenenthrombosen bei Frauen in Deutschland bekannt geworden sind."
Auch im Bundesland Nordrhein-Westfalen sprachen sich die Leiter von fünf der
sechs Uni-Kliniken für einen vorläufigen Stopp von Impfungen jüngerer Frauen
mit AstraZeneca aus. Das Risiko von weiteren Todesfällen aufgrund von
Thrombosen in den Hirnvenen sei zu hoch, heißt es in einem gemeinsamen Brief an
den Bundes- und Landesgesundheitsminister. Auch auf internationaler Ebene wird
vorerst auf Astra Zeneca für unter 55-Jährige verzichtet. So gab Kanada am
Montag bekannt, dass man vorerst aus Sicherheitsgründen auf den Einsatz dieses
Impfstoffs verzichten werde. Gleichgültig wie der Name lautet.
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