- PRESSEFREIHEIT
Reporter ohne Grenzen und die Pressefreiheit
Wie eine einst geachtete NGO ihren Geldgebern liebedienert
Svenja Higgins
Im Zuge der einseitigen Berichterstattung der Leitmedien verwundert
es zunächst nicht, dass Reporter ohne Grenzen den Zustand der
Pressefreiheit in Deutschland von Gut auf Zufriedenstellend
herabgestuft hat. Doch es ist tatsächlich nicht der regierungstreue
Kurs der Leitmedien, der Reporter ohne Grenzen aufstößt. Die
Herabstufung erfolgte aufgrund "häufiger Übergriffe auf Journalisten während der Corona-Demonstrationen"
[1] und liefert so gleich wieder Futter für die Presse, die dem
momentanen Regierungskurs nicht nur völlig unkritisch gegenübersteht,
sondern ihn regelrecht bewirbt. [1,2]
Dabei dürfte es ein absolutes Novum sein, dass die Presse nicht von
einer Regierung, sondern von Teilen der Bevölkerung unter Druck gesetzt
wird. Merkwürdig, dass gerade diese offensichtlich kein Interesse an
einer offenen Berichterstattung hat, obwohl es in der Regel erwünscht
ist, dass über mühsam organisierte Veranstaltungen berichtet wird.
Vielleicht könnte es damit zu tun haben, dass die Ziele und Sorgen
der Demonstranten kaum Thema der Presse waren. Stattdessen wurde jede
Veranstaltung mit einer faden Gleichmäßigkeit auf die Schlagworte "keine
Masken, kein Abstand und Gerangel mit der Polizei" reduziert. Garniert
mit den dazu passenden Bildern, die belegen sollen, dass hier nur Nazis
und Idioten anwesend sind.
Da verwundert es nicht wirklich, dass die Reporter der Leitmedien
hier nicht nur mit offenen Armen empfangen werden. Da verzichten die
Teilnehmer dann doch lieber auf eine Presse, deren Berichterstattung mit
"gutem Journalismus" praktisch nichts mehr zu hat.
Dagegen scheint es die schafsinnigen Beobachter von Reporter ohne
Grenzen übrigens nicht zu stören, dass Youtube und andere
Social-Media-Plattformen massiv zensieren, obwohl einige
Internet-Journalisten gerade hier ihre Heimat haben. Dass Videos oder
gar ganze Kanäle der Journalistenteams von Reitschuster, Oval-Media und
KenFM gelöscht werden, scheint also kein Problem für die Pressefreiheit
zu sein, obwohl die Frage nach "Hindernissen für den freien Informationsfluss im Internet"
[3] in der Wikipedia als ein methodisches Kriterium von Reportern ohne
Grenzen erwähnt wird. Anscheinend empfindet man in diesem Fall wenig
kollegiale Gefühle und möglicherweise haben diese Online-Redakteure
keine Lobby bei den Reportern ohne Grenzen.
Übrigens stammt die Finanzierung von Reporter ohne Grenzen zu nicht
unwesentlichen Teilen aus Stiftungen, Industrie und öffentlichen
Institutionen - vielleicht sind also speziell diese Reporter doch nicht
so ganz ohne Grenzen. [3-5]
Quellen und Verweise: [1] [2] [3] [4] [5]
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