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18.03.2005 - CASSINI

Carsten Meinke / JKM

Der winzige Saturnmond Enceladus besitzt offenbar eine Atmosphäre.Entsprechende Hinweise finden sich in den Daten, die die Raumsonde Cassini bei ihren Vorbeiflügen an dem Mond gesammelt hat. Verzerrungen in der Magnetosphäre nahe des eisigen Winzlings lassen demnach vermuten, dass dieser größere Mengen von Wasser ins All entlässt.

Kaum 500 Kilometer groß, besitzt Enceladus zu wenig Masse, um mit seiner Schwerkraft eine Gashülle an sich zu binden. Dass Cassini dennoch Hinweise auf eine Atmosphäre entdeckt habe, spricht nach Ansicht der zuständigen Forscher für einen umso rascheren Nachschub an gasförmigen Verbindungen. "Enceladus könnte das gutmütigere Gegenstück zu Jupiters dramatischem Io sein", so Fritz Neubauer von der Universität Köln unter Verweis auf den mit seinen permanenten Vulkanausbrüchen geradezu infernalischen Mond.

Bereits seine vielgestaltige Oberfläche hatte vermuten lassen, dass Enceladus keinesfalls ein inaktiver Eisbrocken ist. Neue Belege für diese
Vermutung fanden Neubauer und seine Kollegen, als Cassini den Mond am 17. Februar und am 9. März im Abstand von gut 1.200 bzw. 500 Kilometern passierte. In beiden Fällen registrierte das Magnetometer an Bord der Sonde Verzerrungen und ein "Flattern" des Magnetfelds. Solche Oszillationen treten auf, wenn sich geladene Teilchen die Magnetfeldlinien entlang schrauben, und besitzen je nach Teilchenart eine unterschiedliche Frequenz. In diesem Fall scheint ionisierter Wasserdampf die Ursache zu sein.

Mögliche Quellen sehen die Forscher in Vulkanen, Geysiren oder Gasen, die auf sonstige Weise von der Eiswelt entfleucht sind. "Diese neuen Resultate könnten der erste Beleg für Gase sein, die entweder von der Oberfläche oder aus Enceladus' Innerem stammen", so Neubauers Kollegin Michele Dougherty vom Imperial College London. Sollten sich auf dem vermeintlich unspektakulären Saturnmond tatsächlich Eruptionen ereignen, wäre er der dritte Mond im Sonnensystem, von dem solche Vorgänge bekannt sind. Neben Jupiters Io hat sich auch Neptuns Triton als äußerst aktiv erwiesen.

 

Mehr im Internet:
Enceladus   
Io   
Cassini-Huygens   
Magnetometer  
Geophysik und Meteorologie, Uni Köln   


 
 
 

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