Kontrovers
Wissenschaft
Politik
Wirtschaft
Kultur
Medien
Kontakt
archiv
Suche
Go 
Copyright by scienzz.
All rights reserved.
magazin

14.02.2022 - MEDIZIN

Die Schamlosigkeit vieler Impfaerzte

Wie bei Big Pharma herrscht auch bei Impfaerzten Goldgraeberstimmung

Willy Dietzel

 
 

Bild: Sammy Sander auf Pixabay


Übrigens, ich habe mich für die Gegenseite entschieden - wir spritzen in der Praxis jetzt auch", erklärte mir vor einigen Monaten einer meiner ältesten Freunde. Er ist niedergelassener Arzt und wir hatten des Öfteren über Corona, genauer über die Pandemiepolitik, gesprochen. Es war kein feindschaftliches Gespräch aus Anlass meines Geburtstages und er versuchte mir zu vermitteln, finanzielle Gründe gebe es dabei für ihn nicht. Wirkliche Differenzen hatte ich bei Gesprächen zuvor nie festgestellt, jedenfalls kamen sie nicht zur Sprache. Diese nüchterne Ansage hatte mich schockiert und längere Zeit beschäftigt. Es war mir, wie man so schön sagt, ganz schön unter die Haut gegangen.

Mir wurde aber recht schnell klar, dass sich hinter dem Schmerz, einen langjährigen Freund verloren zu haben, die Probleme eines ganzen Berufsstandes verbergen. Mehr noch, die persönlichen Erlebnisse und Enttäuschungen stellen sich nicht nur als Dilemma eines gesamten Berufsstandes dar, sondern erscheinen mir als das Menetekel eines gesamten Industriezweiges, nämlich der Gesundheitsindustrie.

Im Verlaufe der vergangenen zwei Jahre, in denen wir nun der Pandemiepolitik ausgesetzt waren, haben eine Reihe von Vertretern ihrer jeweiligen Berufe dafür gesorgt, dass das Ansehen und der Ruf ihres Standes gründlich in die Binsen gegangen sind. Ganz vorne in der Liste dieser Trauerspieler rangieren, wenn auch bei weitem nicht alleine, die Ärzte. Zu nennen wären auch Journalisten und Wissenschaftler. Wobei man natürlich auch betonen muss, dass es großartige Ausnahmen gibt - und deren werden es immer mehr.

Aber viele Menschen fragen nach Erklärungen, wieso es gerade bei den Ärzten möglich sein konnte, dass so viele ihre Moral und Ethik komplett über Bord werfen konnten. Sie sind gut ausgebildet und müssten eigentlich die Statistik-Schwindeleien, aber auch die Gefährlichkeit der experimentellen Gen-Behandlungen durchschauen. Eine monokausale Erklärung, das möchte ich gleich vorausschicken, wird es dafür sicher nicht geben. Wir werden uns also einer Reihe von Fragen stellen müssen, die sicher nicht mit einem Artikel abgearbeitet sein werden. Das klingt nach Fortsetzungsroman und so ist es auch gemeint. Allerdings möchte ich nicht auf die unrühmliche Rolle viele Ärzte in der Nazizeit eingehen, das haben andere schon früher ausführlicher und besser getan.

Ich möchte aber diesem ersten Teil ein Zitat voranstellen, dass ich bei Corona -Transition vor einigen Tagen gefunden habe. Es stammt von Rolf Kron von „Ärzte stehen auf“ und lautet folgendermaßen: «Wir werden schon im Studium durch die Pharmaindustrie beeinflusst. 95 Prozent der Gelder, die Unis bekommen, stammen von der Pharma. Und: ‹Wes’ Brot ich ess, des’ Lied ich sing› (…) Den Ärzten wird durch gigantische finanzielle Anreize der Impfstoff- und Medikamentenindustrie das selbstständige Denken genommen.»

Impfhonorare gezahlt vom Bund

Was Kron als Gelddruckmaschine bezeichnete, geht in seiner aktuellsten Ausprägung auf Jens Spahn zurück. Dieser hatte als deutscher Krankheitsminister die Vergütung fürs Impfen eingeführt. Damit kann ein Impfarzt, wenn er es richtig anstellt, fett Kohle machen. „Impfen hilf“, mit diesem Werbespruch, welchen die Bundesregierung in DDR-Manier als Trommelfeuer unters Volk bringt lässt, ist der Geldregen recht gut auf den Punkt gebracht. Schauen wir also an, wie das so läuft. In Impfzentren oder mobilen Teams bekommen Ärzte bis zu 175 € pro Stunde. Ein Arzt der 8 Stunden am Tag spritzen verabreicht, könnte auf bis zu 30.000 € monatlich kommen, nur durch impfen. Beschränkt sich das aufs Wochenende bringt das immerhin 11.000 €.

Die Honorare sind je nach Bundesland unterschiedlich, ihre Bandbreite reicht von 90 bis 175 €. Thüringen etwa zahlt 175 € pro Stunde, Schleswig-Holstein nur 115 €. Das liegt daran, dass die Honorare von den jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigungen mit ihren Landesregierungen ausgehandelt wurden. Unterschiedlich „erfolgreich“.

Ihre Honorare können die Ärzte in den Impfstellen „ganz normal abrechnen“, erklärt dazu Silke Fließ aus dem Gesundheitsministerium Thüringen. Sie rechnen ihre Honorare bei der Kassenärztlichen Vereinigung ab und diese rechnet das beim Land ab. Die Länder wiederum gehen in Vorkasse, holen sich die Gelder aber anteilig vom Bund wieder zurück." Anteilig bedeutet, die Honorare werden nur zu 50 Prozent von den Bundesländern getragen. Die andere Hälfte kommt zu einem kleineren Teil aus den privaten Krankenkassen und zum übergroßen Teil vom Bund. Genauer gesagt aus dem Gesundheitsfond des Bundes, den dieser extra dafür regelmäßig mit Steuergeldern auffüllt.

Anders läuft es bei den niedergelassenen Ärzten. Sie werden nicht pro Stunde bezahlt, sondern pro Spritze. Pauschal gibt es für jede Corona-Spritze gegenwärtig 28 €. Verglichen mit einer Grippeimpfung ist das eine fürstliche Entlohnung, nämlich viermal so viel. Manche Ärzte schafften nach Aussagen aus Praxen durchaus 100 Corona-Impfungen und mehr pro Tag. Im Monat lassen sich also gut und gerne 100.000 Euro dazuverdienen, wenn rund 3.570 Spritzen gegeben werden. Die niedergelassenen Ärzte rechnen die Impfungen am Quartalsende bei den Kassenärztlichen Vereinigungen ab und diese wiederum holen sich das Geld vom Bund zurück.

Einmal abgesehen davon, dass es etwas unredlich erscheint, den finanziellen Ertrag als unbedeutend und nicht motivierend herunter zu spielen, werden die Impfärzte, ob in der Praxis oder im Impfzentrum, zum einem großen Teil aus Steuermitteln bezahlt. Die Krankenkassen und deren Mitglieder werden vordergründig nicht belastet. Aber der Gesundheitsfond des Bundes wird zum großen Teil über zusätzliche Staatsschulden, also neu generiertem Geld, betrieben. Auch das muss vom Volk bezahlt werden. Es sei denn, man geht in der Bundesregierung davon aus, dass das gegenwärtige Finanzsystem eh bald von digitalem Zentralbankgeld abgelöst werden würde. Auf alle Fälle scheinen es viele Ärzte als normal anzusehen, hinter Big Pharma mit ganz vorne am Futtertrog zu stehen.



Dieses Werk ist unter einer "Creative Commons Lizenz (Namensnennung - - nicht kommerziell - keine Bearbeitung 4.0. international) lizensiert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

 

 

 

 

 <<< 

Artikel versenden

Druckversion

 >>> 


ticker


termine


impressum


über uns
Unsere Dossiers

Hier finden Sie nach Fachgebieten aufgeschlüsselt eine Liste unserer gesammelten Magazin-Artikel.
Beispiel: Dossiersammlung
 Sprache und Literatur > mehr
       Einzel-Dossier
        Thomas Mann > mehr
               Einzelner Artikel
                Goethe steigt vom Sockel,
                Zur Neuausgabe von Tho-
                mas Manns Roman "Lotte
                in Weimar" > mehr


Dossiersammlung
Philosophie und Wissen-
schaftsgeschichte
> mehr


Dossiersammlung
Religion
> mehr


Dossiersammlung
Sprache und Literatur
> mehr


Dossiersammlung
Theater, Musik, Kunst
> mehr


Dossiersammlung
Brauchtum und Kultur
> mehr


Dossiersammlung
Gesellschaft und Politik
> mehr


Dossiersammlung
Geschichte
> mehr

 

kurz gemeldet