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Vergehen an den Schwaechsten
Inakzeptabel hohe Kohlendioxidwerte unter Gesichtsmasken bei Kindern
Nathalie Parent
 | | Bild: Pedro Wroclaw auf pixabay
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Pressemeldung von
vom . Der Kohlendioxidgehalt in der Atemluft steigt bei
Kindern unter Gesichtsmasken auf inakzeptabel hohe Werte von über 13.000
parts per million (ppm) schon nach drei Minuten, fand eine , die heute im renommierten Journal JAMA Pediatrics online publiziert wurde.
Das könnte erklären, warum über 68% der Kinder einer großen Befragung
der Universität Witten/Herdecke zufolge über Nebenwirkungen wie
Müdigkeit, Kopfschmerzen, Erschöpfung, und schlechte Stimmung klagen.
Denn zu viel Kohlendioxid ist schädlich, wie das Umweltbundesamt schon
2008 feststellte: Mehr als 2.000 ppm (oder 0,2 vol%) sollten nicht in
der Atemluft vorhanden sein. In der Atemluft im Freien liegt der
Kohlendioxidgehalt bei etwa 400 ppm (0,04 vol%).
Die Forschung kam aufgrund einer Elterninitiative zustande und wurde
koordiniert von Prof. Harald Walach, der an der Kinderklinik der
Medizinischen Universität Poznan in Polen tätig ist, sowie als
Gastprofessor an der Fakultät für Gesundheit der Universität
Witten/Herdecke. „Die Eltern kamen auf uns zu, weil ihre Kinder über Probleme klagten",
sagt der Immunologe und Toxikologe Prof. Stefan Hockertz, der die
Studie initiierte und vor Kurzem ein Buch zum Thema publiziert hat
(„Generation Maske"). Helmut Traindl, promovierter Ingenieur aus Wien
führte die Messungen durch, mit denen er langjährige Erfahrung hat.
„Wir haben die Methode an Pilotmessungen erprobt", sagt Traindl. „Die
Kinder erhielten einen kleinen Messschlauch in Nasennähe befestigt, so
dass wir den Kohlendioxidgehalt in 15 Sekunden-Abständen sauber
bestimmen konnten."
Andreas Diemer und Ronald Weikl, zwei Ärzte, begleiteten die Studie
medizinisch. Sie sorgten auch für gute Durchlüftung des Messraumes.
Dafür stellte die Kinderpsychotherapeutin Anna Kappes ihre Praxis in
Müllheim zur Verfügung. Sie kümmerte sich um das Wohlbefinden der Kinder
und der begleitenden Eltern.
Die Forscher maßen zunächst ohne Maske, dann in zufälliger
Reihenfolge mit einer OP-Maske und einer FFP2-Maske, und schließlich
nochmals ohne Maske das eingeatmete Kohlendioxid.
„Uns interessierte vor allem der Kohlendioxidgehalt der eingeatmeten
Luft", erklärt Dr. Traindl. „Es erstaunte mich, dass dieser so rasch,
nämlich bereits nach 1 Minute so hoch anstieg und ohne große
Schwankungen auf hohem Niveau stabil verweilte." Wie kommt das zustande?
„Der Totraum in der Maske ist für Kinder im Verhältnis zu ihrem Gesicht
besonders groß. Dort sammelt sich das ausgeatmete Kohlendioxid, mischt
sich mit der einströmenden Luft und wird rückgeatmet", erklärt der Arzt
und Physiker Andreas Diemer den Vorgang. „Weil bei Kindern der
Atemvorgang schneller geht und auch weniger Druck erzeugt, ist gerade
bei ihnen das Problem des mangelnden Gas-Austausches besonders groß",
sagt Diemer. „Auch Kindermasken lösen das Problem nicht. Solche hatten
wir nämlich auch", meint Diemer.
„Die Daten sprechen eine klare Sprache", sagt Prof. Walach, der
Leiter der Studie, der die Daten ausgewertet hat. „Die Effekte sind sehr
groß, klinisch hoch bedeutsam und statistisch sehr signifikant. Einen
Unterschied zwischen den Masken sehen wir kaum, obwohl die FFP2-Masken
mit 13.910 ppm einen höheren Wert erzeugen als die OP-Masken. Aber
dieser ist mit 13.120 ppm immer noch mehr als 6-fach über dem, was das
Umweltbundesamt als Grenze der Gesundheitsgefährdung einstuft. Daher
wäre es aus unserer Sicht ein politisches und juristisches Gebot der
Stunde, das Maskentragen bei Kindern als gesundheitsgefährdend
einzustufen und keinesfalls mehr als pauschale Maßnahme zu verordnen.
Schulen, Ämter und Behörden, die dies verlangen, machen sich aus unserer
Sicht der Körperverletzung schuldig", sagt Professor Walach.
Professor Hockertz, der in seinem Buch die vielfältigen Probleme aufzeigt unterstützt dies und sagt:
„Es ist ein Skandal, dass unsere Behörden solche Maßnahmen verordnet
haben, ohne auch nur einen Anhaltspunkt für die Unbedenklichkeit von
Gesichtsmasken bei Kindern gehabt zu haben. Eigentlich hätte eine solche
Studie von Oberschulämtern durchgeführt werden müssen. Aber zwei
Schulen, in Blaubeuren und im Landkreis Passau, die auf uns zugekommen
sind, damit wir diese Studie dort durchführen, erhielten von ihren
Oberschulämtern ein Verbot, eine solche Studie durchführen zu lassen.
Wir hoffen sehr, dass durch unsere Daten etwas mehr Vernunft und
Sachlichkeit in die Debatte kommt. Denn das Risiko für ein Kind, an
COVID-19 zu erkranken ist wesentlich geringer, als einen psychischen
oder körperlichen Schaden durch das Tragen der Masken zu erleiden",
meint Hockertz.
„Besonders die kleinen Kinder sind stark betroffen", sagt Juliane Prentice aus Müllheim, eine der Organisatorinnen.
„Das Kind mit den höchsten Kohlendioxidwerten, mit 25.000 ppm in der
Einatemluft, also mehr als das 10fache dessen, was das Umweltbundesamt
als Gefährdungsgrenze einstuft war nur sieben Jahre alt." Insgesamt
wurden 45 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 17 Jahren gemessen.
„Der Kohlendioxidgehalt der Einatemluft nahm mit dem Alter deutlich ab.
Aber selbst das Kind mit den niedrigsten Werten, ein 15-Jähriger, hatte
mit 6.000 ppm Kohlendioxidgehalt noch das Dreifache des Grenzwertes in
der Einatemluft,"
kommentiert Dr. Ronald Weikl, Arzt für Geburtshilfe und
Frauenheilkunde in Passau, der zu den Organisatoren und Betreuern der
Studie gehört.
„Es führt kein Weg daran vorbei: Das Tragen von Masken bei
Kindern ist eine ungeeignete Methode des Gesundheitsschutzes. Es schadet
mehr, als es nutzt", sagt der Arzt.
Kontakt für Auskünfte und Interviews:
Prof. Dr.Dr.phil. Harald Walach Prof. Dr. Stefan Hockertz
Quelle: Walach, H., Weikl, R., Prentice, J., Diemer,
A., Traindl, H., Kappes, A., & Hockertz, S. (2021). Experimental
assessment of carbon dioxide content in inhaled air with or without face
masks in healthy children: A randomized clinical trial. JAMA
Pediatrics. doi:10.1001/jamapediatrics., published online 30th
June 2021
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