- UMWELT
Wasserversorger fordern eine Agrarwende
Fast 450.000 Menschen haben die EBI-Forderungen <Bienen und Bauern retten> unterzeichnet
Nathalie Parent
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Die sichere und ausreichende Versorgung mit unserem wichtigsten
Lebensmittel wird immer schwieriger: Denn der Klimawandel sowie Einträge
von Düngemitteln und Pestiziden ins Grundwasser gefährden unser
Trinkwasser.
Deshalb wenden sich diese Woche Verbände von Wasserwerken aus sechs
europäischen Ländern an die Öffentlichkeit. Ihre eindringliche
Botschaft: Um die Trinkwasserversorgung nachhaltig zu sichern, ist ein
sofortiger Kurswechsel in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der
Europäischen Union nötig. Die Wasserversorger fordern eine Reform
zugunsten von Bio-Landwirtschaft, Agrarökologie und bodenschonenden
Anbauformen sowie eine Abkehr von den Flächenprämien.
Mit diesen Forderungen wollen sie die laufenden Verhandlungen
zwischen der EU-Kommission, dem Europaparlament und den
EU-Mitgliedstaaten zur GAP beeinflussen. Vom Verhandlungstisch hört man
nichts Gutes: Selbst die zaghaften Reformvorschläge der Kommission
werden von den Mitgliedstaaten unter Führung der deutschen
Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) blockiert.
Den Bürger:innen empfehlen die Wasserversorger deshalb, die
Europäische Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten!" zu
unterzeichnen.
Wenn bis zum Sommer eine Million Unterschriften zusammenkommen,
müssen sich EU-Kommission und Europaparlament mit den Forderungen nach
einem Verbot chemisch-synthetischer Pestizide bis 2035 und einer
Umschichtung der Agrarsubventionen auseinandersetzen.
Bitte stellen auch Sie sich hinter diese Forderungen und unterzeichnen Sie die
Aus dem Newsletter des Umwelt Institut München vom
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