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- MEDIZIN
Perin Dinekli - ein Mensch
Abloesung von Recht und Gesetz durch Liebe und Wahrhaftigkeit
Christfried Lenz
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Eine
approbierte Ärztin trifft eine Entscheidung, Schulleiter sind aber die besseren
Mediziner, finden auch Unterstützung bei anders orientierten Ärzten. Die
Homöopathie betrachtet den Menschen in seiner Gesamtheit, bezieht seine ganze
Lebensgeschichte ein und beurteilt auch von diesem Hintergrund aus, ob er zur
Maske verpflichtet werden kann oder nicht. Anderen Richtungen genügt die
Einschätzung, dass das Maskentragen vermutlich keine unmittelbare akute
Erkrankung auslösen wird.
Die Regierung selber hat eingestanden, dass die Masken, die sie über ein ganzes
Jahr hin angeordnet hatte, nutzlos sind. Perin Dinekli soll nun dafür, dass sie
Menschen vom Tragen dieser Masken befreite, 22.500 Euro Strafe zahlen und die
Approbation verlieren.
Doch ist sie alles andere als niedergeschlagen: „Das, was ich tue, sowohl
die Atteste, die ich geschrieben habe, als auch alles, was ich auf den Demos
und sonstwo oder zu meinen Patienten sage, all das habe ich nach bestem Wissen
und Gewissen getan. Das ist meine Wahrheit, als Ärztin und als Mensch. Und das
werde ich auch weiter machen." Sie untermalt es mit einem Lächeln, wie es
nur aus einer tiefen inneren Stimmigkeit hervorkommen kann.
Das sind die Diamantsplitter, die das „Coronageschehen" ans Tageslicht
befördert: Menschen wachsen über sich hinaus - oder besser: sie wachsen in das
hinein, was Menschsein eigentlich sowieso ist. Außer Perin Dinekli sind es
viele Weitere, denen ein reines Gewissen mehr wert ist als die ganze Welt. Zu Recht
fallen einem da Menschen wie Sokrates oder Jesus ein. Soll das, was diese als
einzelne Ausnahmeerscheinungen verkörperten, jetzt endlich zum „Normalfall"
werden? Befinden wir uns am Anfang eines Prozesses, in welchem Gesetze und
Vorschriften von Liebe und Wahrhaftigkeit abgelöst werden?
Nicht „Verschwörung", sondern logisches Resultat der Technikentwicklung
Im Interview geht Perin Dinekli auch auf den Begriff „Verschwörungstheorie"
ein, der jede Reflexion historischer oder aktueller übergeordneter
Zusammenhänge durch Lächerlichmachung diskussionslos unterbinden soll.
Folgendermaßen versucht sie eine Ehrenrettung: „Es gab schon immer seit
Menschengedenken mindestens eine essenzielle Verschwörung: die Verschwörung der
Reichen und Mächtigen gegen den Rest der Menschheit. Und das ist kein
Geheimnis. Wir brauchen nur in die Geschichtsbücher zu gucken, und dann sehen
wir das. Und es wiederholt sich immer wieder. Es funktioniert auch immer
wieder, es sind auch immer wieder die gleichen Mechanismen, mit denen eine
große Masse von Menschen dazu gebracht wird, ganz wenigen Menschen, die aber
das Kapital und die Macht in Händen halten, zu folgen und sich drangsalieren
und tyrannisieren zu lassen."
Sie beschreibt den Zustand der Spätzeit. Doch nicht immer und „seit
Menschengedenken" gab es Ausbeutung, Herrschaft und Tyrannei. Es fing ganz
harmlos an: mit Führung/Leitung. Wer die meiste Erfahrung in der Herstellung
von Einbäumen hatte, leitete deren Fertigung, wer die beste „Nase" fürs
Aufspüren von Wild hatte, die Jagd.
Das Komplexerwerden des Handwerks und überhaupt der in der Gesellschaft
vorhandenen Fertigkeiten brachte Arbeitsteilung mit sich und damit die Notwendigkeit
der Koordination. Es kam zur Trennung von Hand- und Kopfarbeit, zur Trennung
von Planung und Ausführung. Die Ausführenden mussten die Vorgaben der Planenden
befolgen. Von hier war es nur ein weiterer Schritt zu Herrschaft und
Ausbeutung.Nicht jeder Herrscher war jedoch Tyrann, und das politische System
war allemal verquickt mit der Produktion, von der alle Mitglieder der
Gesellschaft lebten - die einen natürlich besser und die anderen schlechter.
Im Kapitalismus verschwand diese Verquickung. Die Lenker der Produktion, der
Wirtschaft, also die Kapitalisten, übernahmen nicht selber die politische
Leitung der gewachsenen und komplex gewordenen Gesellschaft, sondern übertrugen
sie der „politischen Kaste" - natürlich nicht ohne sicherzustellen, dass diese
in ihrem Sinne arbeitet.
Hauptfunktion dieser Konstruktion ist die Verschleierung der tatsächlichen
Machtverhältnisse. Die Führungsfiguren des Staatsapparates erscheinen als
Machthaber, sind es aber nicht. Die wirklichen Machthaber, die Eigner der großen
Kapitalien, sitzen im Hintergrund. Wahlen und die ganze Demokratie sind
scheinhaft, denn sie ändern nichts an den Machtverhältnissen. Stilistisch und
in einigen Details unterscheiden sich Parteien - müssen sie ja auch, um den
Schein einer Wahlfreiheit aufrecht zu erhalten - aber ihre Grundfunktion ist
unterschiedslos die des Transmissionsriemens, der die Kapitalinteressen in die
Gesellschaft überträgt.
In der aktuellen letzten Phase bedient sich das inzwischen globalisierte
Kapital je nach Bedarf sämtlicher nationalen Regierungen, die es durch
ökonomischen Druck veranlasst, das zu tun, was es wünscht. Dies geschieht im
Geheimen, und die Akteure sind bis auf wenige Ausnahmen anonym.
Es ist verständlich, wenn Menschen, die sich einen Vers auf die aktuelle
Situation machen wollen, von „Verschwörung" reden. Dass sich einige böswillige
Männer in Kellergewölben treffen, um finstere Pläne auszuhecken, hilft dem
Verständnis allerdings nicht auf. Die Verhältnisse, die wir heute haben, sind
folgerichtige Endstufe eines von der Technikentwicklung vieler Jahrtausende
angetriebenen Prozesses.
Durch Befriedigung der materiellen Bedürfnisse frei fürs Immaterielle
Viele technische Ergebnisse, die er hervorgebracht hat, wollen wir auch
keineswegs rückgängig machen. Dem Kapitalismus kommt das Verdienst zu, dass er
die Befriedigung unserer materiellen Bedürfnisse ungemein erleichtert hat.
Jedenfalls für einen Teil der Menschheit, nämlich den in den entwickelten
Metropolen lebenden.
Dadurch sind wir frei geworden, das in uns angelegte immaterielle Potential zu
erkunden und zu entwickeln. Die Kurve in diese Richtung muss nun aber auch
genommen werden. Dank der kapitalistischen Epoche für vieles Nützliche, jetzt
aber Stopp!
Das Kapital will natürlich weitermachen. Da seine Art der Produktion in
Destruktion und wachsendes Leid der Menschheit umgeschlagen ist, muss es seine
Kunst der Verschleierung verstärkt mobilisieren. Mit beeindruckendem
psychologischen Know How versetzt es seit Ende des 2. Weltkriegs die
Bevölkerung in einen Zustand der Lethargie, in welchem sie sich mit ihrer
Situation und den hierin angebotenen Scheinbefriedigungen zufrieden gibt.
Diese Methoden der Herrschaftsausübung zu erkennen, zu durchschauen und damit
wirkungslos zu machen, dürfte der erste Schritt hin zu dem oben erwähnten
immateriellen Potential sein.Die „Corona-Maßnahmen" können als unumkehrbarer
Anstoß in diese Richtung wirken. Denn die willkürlichen und nicht einleuchtend
begründeten Eingriffe in elementare Menschenrechte drängen zur Frage, ob das
existierende politische System wirklich die Demokratie ist, als welche es von
Schule, Politik und Medien dargestellt wird.
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"...wir werden demonstrieren, so lange es uns gefällt."
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Unsere Baustelle liegt also in uns
selber! Mit Kritisieren, Protestieren und Anprangern der Kräfte, in denen wir
die Ursache allen Übels vermuten, bestätigen wir diese nur. Indem wir selber
die Verantwortung übernehmen - für uns individuell und für den Zustand der
Gesellschaft - betritt ein neuer Typ
Mensch die Bühne der Geschichte und wird aufgrund seines höheren geistig-seelischen
Entwicklungsgrades diejenigen ablösen, die ihre historische Aufgabe hinter sich
haben.
Zu diesem „Typ Mensch" gehört auch Perin Dinekli. In welche Richtung die
Reise gehen könnte, deutet sie folgendermaßen an: „Kleine Gemeinschaften von
Menschen, die noch sich alle kennen, die noch Vertrauen zu einander haben -
jeder schenkt jedem alles, was er zu schenken hat: allgemeine Leistungen,
Leistungen als Ärztin, als Musikerin - oder jemand der Gartenbau macht - oder
seine Produkte, die er herstellt - dadurch brauchen wir innerhalb des Projektes
auch kein Geld und dadurch, dass sich alle kennen und vertrauen, kann man sich
entspannen, und dadurch werden wir natürlich immer autarker. Je mehr solcher
Kleingruppen es gibt - sie sind alle vernetzt und können sich alle gegenseitig
unterstützen - und wenn man reist, ist man natürliche in solchen Projekten an
anderen Orten willkommen - auch da bekommt man alles geschenkt - darin sehe ich
persönlich ein phantastisches Modell. Das ist ein großer Wunsch, den ich habe,
dass das realisiert werden kann. Dadurch werden wir unabhängiger von diesem
System, was sich einfach nicht - wie soll ich sagen - bewährt hat, was viele
Menschen reich gemacht hat, was die Gesellschaft aber immer kränker macht, wie
man gerade jetzt im Moment auch sieht.
Und ich kann mir nur wünschen, dass dieses Prinzip des Schenkens sich
auf dieser Welt so sehr ausbreitet, dass Geld und Profit und Güter, die sich
bisher ausgebreitet haben, verdrängt werden von dem Gedanken, sich gegenseitig
etwas zu schenken, mit Liebe und mit Freude."
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