- IDEOLOGIE
Zero Covid - null Zweifel
Linker Aufruf geraet zur Flankierung des Virus-Staates
Uli Gellermann
Eine beträchtliche Menge linker Menschen hat sich zu
einem Aufruf unter der Überschrift #ZeroCovid zusammengefunden. Nicht wenige
von ihnen galten lange als Oppositionelle, manche begreifen sich sogar als
Marxisten. Der Mehrheit von ihnen darf man redliche Absichten unterstellen.
Autoren übernehmen ungeprüft Zahlen
Von Beginn an geht der Aufruf-Text davon aus, dass
die von Regierung und Massenmedien verbreitete Corona-Erzählung der Wahrheit
entspricht: „Tausende Menschen sterben jeden Tag" schreiben die Autoren und
übernehmen ungeprüft jene Zahlen, die ein Apparat verbreitet, der nicht
zwischen denen unterscheiden will, die AN dem Virus oder MIT diesem Virus
gestorben sind.
Stereotyp von den „Infektionen" übernommen
Geradezu kindlich wird das Stereotyp von den
„Infektionen" übernommen. Dass „Infektionen" keineswegs mit „Krankheiten"
gleichzusetzen sind, dass dieses Wort wie ein Dampfhammer Tag für Tag auf die
Köpfe der Bürger einprügelt, um sie zu ängstigen, wird von den Absendern der
ZeroCovid-Botschaft ignoriert.
Virus-Mutationen gab es immer schon
Ähnlich naiv werden die jüngst in die Debatte
eingeführten „Mutationen" aus dem Arsenal des Corona-Regimes übernommen: Dass
es immer schon Virus-Mutationen gab, dass es sie auch weiterhin geben wird,
dass sie nicht zwangsläufig gefährlich sein müssen: Das alles könnte den
Initiatoren des Aufrufes bekannt sein.
Viren begleiten den Menschen seit Jahrtausenden
Auch das ausgerufene Null-Infektions-Ziel ist gegen
die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse gerichtet: Viren begleiten den
Menschen seit Jahrtausenden. Sie sind Teil seines Lebens, wie auch der Tod Teil
des Lebens ist. Wer die Viren endgültig ausrotten will, der muss ihre Träger
ausrotten: Die Menschen.
Der Staat ist Instrument der Herrschenden
Wenn der Aufruf fordert „Wir brauchen sofort eine
gemeinsame Strategie in Europa, um die Pandemie wirksam zu bekämpfen",
verschweigt er tunlichst, wer denn WIR ist. Bisher saßen und sitzen die
Strategen der Pandemie-Bekämpfung an der Spitze jenes Staates, der so tut, als
sei er WIR. In Wirklichkeit ist er das Instrument der Herrschenden gegen die
Beherrschten.
Der Staat als Krankmacher
Von diesem Herrschaftsstaat verlangen die Urheber
des Aufrufs nun eine „gemeinsame langfristige Vision" und diffuse „Screening-
und Impfstrategien". Es ist jener Staat, der sich mit seiner Privatisierung des
Gesundheitswesens als Krankmacher bewiesen hat. Der soll nun seine Untertanen gesund
machen: „Gemeinsam", als gäbe es keine Gegensätze.
Die Pharma-Industrie taucht an keiner Stelle auf
Mit dieser sonderbaren Neutralität, als stünde der
Staat über den Klassen, wird auch über das Impfen geschrieben und behauptet:
„Impfstoffe sind globales Gemeingut". Der Begriff Pharma-Industrie taucht an
keiner Stelle auf, auch nicht die Milliarden, die mit den Impfstoffen verdient
werden.
Zweifel ist das Werkzeug wissenschaftlicher Debatte
Kein Wort von den alternativen wissenschaftlichen
Meinungen zum Corona-Virus und deren Unterdrückung. Kein Gedanke daran, dass
der Zweifel zum unbedingten Werkzeug wissenschaftlicher Debatte gehört. Keine
Erwähnung der extrem geschlossenen, widerspruchsfreien Medienfront.
Aufruf führt zu einem Glaubenssatz
Statt der neuen Corona-Welt mit Fragen und Zweifeln
zu begegnen, führt der Aufruf zu einem Glaubenssatz: „Demokratie ohne
Gesundheitsschutz ist sinnlos". Als habe jemand eine solche Demokratie
gefordert, wird diese Pappkamerad-Position nur angeführt, um sie tapfer zu
zertrümmern. Weiter heißt es im schwammigen Text: „Gesundheitsschutz ohne
Demokratie führt in den autoritären Staat." Als gäbe es nicht längst die
Einschränkung von Grundrechten bis hin zu ihrer Abschaffung.
Als hätten Merkel und Spahn den Autoren die Hand geführt
Der Aufruf mündet im Wunsch nach einem totalen
Shutdown: „Shutdown heißt: Wir schränken unsere direkten Kontakte auf ein
Minimum ein - und zwar auch am Arbeitsplatz!". Als hätten Merkel und Spahn den
Autoren die Hand geführt. Denn dass die Regierung das anstrebt, ist seit
Monaten zu erkennen. Und hinter dem majestätischen WIR ist der
Herrschaftsanspruch unschwer zu entdecken.
Wer Ross und Reiter nicht nennt, verweigert sich der
Wirklichkeit
Die Mehrheit der Aufrufenden meint es wahrscheinlich gut. Wer aber Ross
und Reiter im Kampf der Gegensätze nicht nennen will, wer die unterschiedlichen
Interessen nicht beziffern will, wer den Informationen des Staatsapparates
traut, der verweigert sich der Wirklichkeit. Das ist ungesund. Zumindest für
den Verstand.
Mehr im Internet:
No-Covid-Strategie-Papier, PDF
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